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(13.08.2026) Bamberg, Oberfranken – Eine Million Streuobstbäume bis 2035 in ganz Bayern – das ist das Ziel des Streuobstpakts des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus. Damit dies gelingt, kümmern sich die Ämter für Ländliche Entwicklung im Freistaat um die Abwicklung des Förderprogramms „Streuobst für alle“. Am Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberfranken ist seit März 2026 Isabell Kremer im Sachgebiet Landespflege Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um die Antragstellung.
Die geprüfte Natur- und Landschaftspflegerin mit eigenem Bio-Betrieb freut sich, dass sie mit ihrer neuen Aufgabe etwas zum Erhalt der Kulturlandschaft, zur Artenvielfalt und zur Förderung regional angebauten Obstes beitragen kann.
„Das ALE erstattet bis zu 45 € des Bruttokaufpreises pro Baum. Voraussetzung für die finanzielle Förderung ist, dass die Bäume eine Stammhöhe von 140 cm haben, es sich um wurzelnackte Bäume oder Ballenpflanzen handelt und die künftigen Besitzer sich bereit erklären, den Baum fünf Jahre lang zu pflegen“, so Kremer, die im Sachgebiet Landespflege des ALE tätig ist. Anträge stellten in der Vergangenheit beispielsweise Obst- und Gartenbauvereine, Gemeinden, aber auch Kindergärten, Sportvereine oder Freiwillige Feuerwehren. „Sie pflanzen die Bäume entweder selbst oder geben sie an Mitglieder oder Privatpersonen weiter“, ergänzt die Mitarbeiterin im ALE.
Für private Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer im Landkreis Bamberg läuft derzeit die Aktion „100 für 36“. Obstliebhaber, die sich für einen Baum interessieren, finden alle wichtigen Informationen auf der Internetseite des Landratsamts unter
Hier hilft auch der speziell für die Aktion entwickelte „Baam-Lotse“ bei der Auswahl geeigneter Sorten. Anschließend können die Landkreisbewohnerinnen und -bewohner ihre Wunschbäume direkt über ein Formular auf der Internetseite bei ihrer Kommune beantragen.
Der Bayerische Streuobstpakt wurde am 18. Oktober 2021 von der Bayerischen Staatsregierung gemeinsam mit Vertretern aus Naturschutz, Landwirtschaft, Gartenbau und Wirtschaft geschlossen. Er entstand als Ergebnis des Dialogprozesses nach dem Volksbegehren „Rettet die Bienen!“ und reagiert auf den starken Rückgang der Streuobstbestände in Bayern. Ziel des Pakts ist es, den vorhandenen Streuobstbestand dauerhaft zu sichern. Gleichzeitig sollen die ökologische Vielfalt, die regionale Wertschöpfung sowie die Pflege und Nutzung der traditionellen Streuobstlandschaften nachhaltig gestärkt werden. Das ALE Oberfranken hat insgesamt bisher für an die 23.500 hochstämmige Obstbäume eine Förderzusage in einer Gesamthöhe von fast 950.000 € gegeben.
Die neue Ansprechpartnerin für Streuobst, Isabell Kremer, ist für ganz Oberfranken zuständig und von Montag- bis Mittwochvormittag unter 0951/837-426 oder isabell.kremer@ale-ofr.bayern.de jederzeit bei Fragen und für Informationen erreichbar.
Über den unkomplizierten Weg, als Kommune, Verein oder Verband Streuobstbäume zu beantragen, gibt es ein kurzweiliges Erklärvideo unter
www.land-gemeinsam-gestalten.bayern/nachrichten/9261/so-einfach-ist-der-weg-zum-streuobstbaum