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Marcel Peter, ALE Oberfranken
(02.04.2026, Lkr. Bayreuth) - Zu einem Flurspaziergang bei bestem Frühlingswetter im Rahmen des Verfahrens Eckenreuth, einem Gemeindteil von Betzenstein im Landkreis Bayreuth, lud Mitte März (13.03.2026) das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberfranken ein. Die rund drei Stunden dauernde Begehung diente als Einstieg in die Wegeplanung.
Für den Ausbau dieser Wege muss laut Bayerischem Naturschutzgesetz auch ein ökologischer Ausgleich erfolgen. Der Termin sollte die Wertigkeit der Landschaft rund um Eckenreuth betonen. Beate Hiller vom Planungsbüro Landschaftsarchitektur Trepesch aus Amberg, ihr Chef Christoph Trepesch und ihre Kollegin Anja Schreglmann gaben den Mitgliedern der Teilnehmergemeinschaft (TG) anhand kleinerer Vorträge Einsicht in die Entstehung der regionalen Kulturlandschaft. Die TGlerinnen und TGler wiederum hatten die Möglichkeit, Besonderheiten zu erklären, Wünsche und Sorgen zu äußern und die Mitarbeitenden des Landschaftsplanungsbüros kennenzulernen. Silke Stahlmann als Vertreterin der unteren Naturschutzbehörde nahm ebenfalls an dem Termin teil, um sich vorab mit dem Verfahrensgebiet vertraut zu machen, aber auch die Teilnehmer kennenzulernen.
Gekonnt regte Beate Hiller die Diskussionen zwischen den rund 15 Teilnehmenden an und erhielt somit neue Aspekte für ihre Arbeit. An mehreren Stationen wies sie auf Besonderheiten der Landschaft hin: Hüllweiher als Besonderheit der Region, Eisenerzabbau und - verarbeitung im kleineren Stil, die die Landschaft dennoch prägten, Streuobstflächen, Kalkmagerrasen und die Wälder, die das Verfahrensgebiet mit 60 % Anteil dominieren. Selbst „alteingesessene“ Bewirtschaftende lernten durch den Spaziergang in der Flur noch unbekannte Aspekte der Landschaft kennen. „Dass hier mal Eisenerz abgebaut wurde, wusste ich gar nicht. Das Wissen geht einfach verloren mit der Zeit“, sagt etwa ein Eckenreuther. Stets stand der Austausch auf Augenhöhe im Vordergrund, wenn die Landschaftsplanerin dazu anregte, sich Gedanken zu möglichen Ausgleichsflächen zu machen. Marcel Peter, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft Eckenreuth, wies darauf hin, dass die Teilnehmergemeinschaft gerne Flächen erwerben würde, auf denen dann ein ökologischer Ausgleich geschaffen werden kann. Hierfür kämen auch kleinere Flächen schon in Frage. Wer dazu bereit wäre, könne jederzeit auf die Mitglieder des Vorstandes oder auf ihn zugehen. Weiter geht es im Verfahren Eckenreuth mit der nächsten öffentlichen Vorstandssitzung am 07. Mai 2026.