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Musterbeispiel-Projekt des ALE Oberfranken vorgestellt
Freiwilliger Landtausch in Stobersreuth

Freuen sich über den gelungenen Freiwilligen Landtausch: Birgit Vogel (li. vorne) und Annette Schaller (re. vorne) mit ihren Familien, Vertretern des ALE, des Markts Oberkotzau, der Stadt Schwarzenbach a.d.S., des Vermessungsamts, des BBV und des GeoTeams BayreuthZoombild vorhanden

Stefanie Krapp, ALE Oberfranken

(02.04.2026, Schwarzenbach a.d. Saale, Lkr. Hof) - Ein Musterbeispiel für den sogenannten „Freiwilligen Landtausch“ gibt es im Gemeindeteil Stobersreuth der Stadt Schwarzenbach a.d. Saale. Zwei Grundstückseigentümerinnen tauschen Flächen so untereinander aus, dass die Besitzstruktur verbessert wird und damit ein effizienteres Wirtschaften für die Landwirte möglich ist.

„Das Besondere an diesem Freiwilligen Landtausch ist die große Gesamtfläche von 38 Hektar“, so Oskar Deglmann, Projektleiter im Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberfranken. „Normalerweise sind die Gebiete nur bis zu fünf Hektar groß“, fährt er fort. Zudem erstreckt sich der Landtausch in Stobersreuth auch auf Waldgrundstücke, was ebenso eine Besonderheit sei.

Der Freiwillige Landtausch gehört neben den großen Flurneuordnungsverfahren zu den originären Aufgaben der Behörde, erklärt Lothar Winkler, Leiter des ALE: „Wir unterstützen die betreffenden Grundstückseigentümer nach den Verhandlungen, die in diesem Fall von der BBV-Landsiedlung geführt werden, indem wir uns um den geänderten Eintrag in Grundbuch und Kataster kümmern, ohne dass ein Notar beauftragt werden muss. Die Kosten des Verfahrens übernimmt beim Freiwilligen Landtausch der Freistaat Bayern“. Winkler lobte bei der Vorstellung des „Musterbeispiels“ im Rathaus der Stadt Schwarzenbach a.d. Saale Ende März (30.03.2026) ausdrücklich „die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung“, das hier ebenfalls mitgewirkt hat.

Und noch eine Besonderheit gibt es beim Freiwilligen Landtausch in Stobersreuth: Neben den Familien der beiden Grundstückseigentümerinnen profitiert auch der Markt Oberkotzau. Direkt auf der neuen Grundstücksgrenze – und somit ohne bei der Bewirtschaftung zu „stören“ - kann eine neue Grundwassermessstelle errichten werden, die für die Überprüfung des Wasserschutzgebietes dringend notwendig geworden war.

Oskar Deglmann und Lothar Winkler, Leiter des ALE Oberfranken

Stefanie Krapp, ALE Oberfranken

In großer Runde kamen alle Beteiligten Zusammen

Stefanie Krapp, ALE Oberfranken